Tourismus

Touristik in der Gemeinde Gnarrenburg

Information zu dem touristischen Bereich der Gemeinde Gnarrenburg können bei dem Touristik Gnarrenburg e.V. erfragt werden:


Touristik Gnarrenburg e.V.


Hindenburgstr.64
27442 Gnarrenburg
Tel. 04763/627111
Fax 04763/627113
Info@touristik-gnarrenburg.de
http://www.touristik-gnarrenburg.de/


Weitere Informationen zu gemeindeüberfreifenden touristischen Angeboten, Freizeitaktivitäten, Hotels und Unterkunftsgebern im Landkreis Rotenburg (Wümme) finden Sie auf der Seite des Touristikverbandes Landkreis Rotenburg zwischen Heide und Nordsee e.V. unter www.tourow.de 


Der Touristikverband Rotenburg (Wümme) zwischen Heide und Nordsee e.V. – auch TouROW genannt - ist die regionale Dachorganisation und fachliche Interessensvertretung aller 13 Verwaltungseinheiten sowie der Kreiswaltung im neunt größten Landkreis Deutschlands.


Vorstellung der Gemeinde Gnarrenburg:

Die Gemeinde Gnarrenburg, am Nordrand des Teufelsmoores gelegen, bietet mit seinen 12 Ortschaften eine abwechslungsreiche Landschaft. Dort sind zum einen die Moorortschaften mit ihren weiten Grünlandflächen, den Kartoffeläckern, auf denen die berühmte Moor-Sieglinde angebaut wird, den alten Findorffsiedlungen, Birkenbruchwäldern und unberührten Moorflächen, zum anderen die Geestdörfer mit großen Hofstellen, ausgedehnten Waldflächen und den wogenden Korn- und Maisfeldern. Diese Landschaft bietet dem Erholungssuchenden die Möglichkeit, lange Spaziergänge und ausgedehnte Radtouren auf gut ausgebauten und ausgeschilderten Radwegen zu unternehmen, die in das regionale Radwegenetz des Landkreises Rotenburg (Wümme) integriert sind.


Neben Handel und Handwerk entwickelt sich der Fremdenverkehr seit Mitte der 90er Jahre zu einem wichtigen Wirtschaftszweig. Entscheidend für diese Entwicklung sind die naturräumlichen Gegebenheiten und die Bereitschaft der Gemeinde, des Touristik Gnarrenburg e.V. und privater Investoren, traditionelle Kulturgüter zu erhalten, neue Wege in der Bewirtung von Gästen zu beschreiten und Angebote für Tagesgäste zu konzipieren.


Durchzogen wird die Gemeinde von Nord nach Süd vom ca. 16 km langen Oste-Hamme-Kanal. Der Kanal wurde unter der Leitung des Moorkommissars Jürgen Christian Findorff in den Jahren 1769 bis 1790 im Zuge der Moorkolonisation geplant und gebaut. Er verbindet die Oste mit der Hamme und dient zum einen der Entwässerung der Moore, zum anderen war er aber in früherer Zeit für die Moorbauern eine wichtige Verkehrsstraße. Auf diesem Kanal fuhren die so genannten Halbhuntschiffe der Moorbauern mit Torf und landwirtschaftlichen Erzeugnissen beladen nach Bremervörde und Bremen. Der erste Abschnitt war 1778 fertig (von der Kreuzkuhle bis Gnarrenburg). Das zweite Teilstück wurde 1790 (Gnarrenburg bis Grenze zu Spreckens) beendet. Damit der Kanal jederzeit Wasser hatte, mussten, wegen der in der Oste und Hamme durch Ebbe und Flut auftretende Wasserstandsschwankungen, Schleusen und Stauklappen eingebaut werden. Heute befahren keine „Halbhunt-Kähne“ mehr den wegen seiner Idylle anziehenden Kanal. Dafür werden ab der Kolbeck (Ende des Kanals bei der Kreuzkuhle) Fahrten mit einem Nachbau in Richtung Hamme angeboten.


Zu den touristischen Attraktionen gehören:


Naturräumlich gehört das Huvenhoopsmoor in Augustendorf/Glinstedt zum Gnarrenburger Moor, das sich noch im 18. Jh. – als nördlicher Ausläufer des Teufelsmoores – bis in die Nähe von Bremervörde erstreckte. Durch Urbarmachung und Torfabbau sind in diesem einst 60km² großen Moorgebiet heute nicht mehr als 1,5 km² an naturnaher Hochmoorfläche übrig geblieben. Zu ihnen gehört auch die Landschaft um den Huvenhoopsee (Naturschutzgebiet), die vom Moorerlebnispfad und dem dazu gehörenden Aussichtsturm eingesehen werden kann.

 
Ausblick in das Moor.

Um dem Besucher Einblicke in die ursprüngliche Moorlandschaft, die Bedeutung von Mooren, Tier- und Pflanzenwelt, die Nutzung von Torf und die Zukunft der letzten Moore zu verschaffen, hat die Gemeinde Gnarrenburg in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen den Moorerlebnispfad geschaffen. Der rund 700 m lange Pfad führt die Besucher zu verschiedenen Stationen, an denen sie etwas sehen, lesen oder erleben können. Neben inhaltlich gestalteten Stationen gibt es auch drei Aktionsstationen, und zwar die Modderzone, in der man barfuss das Moor erleben kann, der historischen Vorbildern nachgebaute Knüppel- und Bohlendamm und einen Moorgraben, den man mit einem Stab überspringen kann. Außerdem wurde vom Nabu ein Libellenteich angelegt.


  
Bilder vom Moorerlebnispfad in Augustendorf.


Der "Historische Moorhof" in Augustendorf, eine alte Hofanlage, die aus einem Rauchhaus, Torfscheune, Schaf- und Schweinestall, Backofen und weiteren historischen Nebenanlagen besteht. Die gesamte Anlage incl. 20.000 m² Grundfläche wurde 1985 von der Gemeinde gekauft und in mehreren Etappen restauriert, zuletzt 1999 aus Fördermitteln der Dorferneuerung. Der Hof ist inzwischen als Museum konzipiert und wird vom "Historischen Moorhof Augustendorf, Heimatverein Gnarrenburg e.V." betreut. Der Hof ist von Mai bis Oktober jeden Sonntag von 14 - 18 Uhr geöffnet. Außerdem können Gruppen jederzeit Besichtigungstermine unter der Telefonnummer 04285/513 und unter der Fax-Nummer 04285/639 oder per E-Mail gieschen-glinstedt@t-online.de vereinbaren. Außerdem gibt es im Mai, Juni und August sogenannte Backtage. [weiter Informationen - externer Link]

 
Moorhof in Augustendorf

Die Kartoffellagerscheune in Brillit, deren Ausstellung dem Besucher Informationen rund um die Kartoffel bietet. Anmeldungen zur Besichtigung sind erforderlich, und zwar unter den Telefonnummern 04763/7275 und 04285/513. [weitere Informationen - externer Link]



Kartoffelvorratsscheune in Brillit

Die Gnarrenburger Kirche wurde 1784 von Moorkommissar Jürgen Christan Findorff als achteckiger Bau für die Moorkolonisten und das Dorf Kuhstedt geplant und gebaut. Die Kuhstedter konnten aber nach längerem Streit ihr eigenes Kirchspiel erhalten, so dass die heutige Kirche mit knapp 1000 Plätzen sehr groß erscheint. 1893 wurde dann von Architekt Wendebourg der neugotisch Bau in Kuhstedt in der Nähe der alten Kirche errichtet.


 
Kirche in Gnarrenburg / Kuhstedt

Das ca. 1400 ha große Naturschutzgebiet am Huvenhoopsee mit dem einzigen in der Region existierenden Hochmoorsee. Das Gebiet kann aber nur am Rande betreten werden. Im Bereich zwischen der Moorschutzhütte am südlichen Ortsausgang in Augustendorf und dem Aussichtsturm am See ist der Moorerlebnispfad angelegt worden (siehe oben).


Das Großsteingrab im Eichholz als Zeuge der frühen Besiedlung der Geestrücken in der Gemeinde.



Großsteingrab im Eichholz

Der Kunst und Kulturverein "De Treidlers von Kuhstermoor" hat sich die Verschönerung von Kuhstedtermoor als erstes Ziel gesteckt. In diesem Zusammenhang entstand ein Dorfmittelpunkt mit Dorfmuseum, Backofen, Torfkahn mit Unterstand, Torfstich, Remise, Bauerngarten und Spielplatz. Das Dorfmuseum wurde von Bürgern aus Kuhstedtermoor in den Jahren 1999 und 2000 gebaut. Es ist von den Abmessungen her der Nachbau einer Torfscheune der Ortschaft. Im oberen Geschoss ist eine Wohnung der Zeit Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert eingerichtet. Im Erdgeschoss befinden sich alte Gerätschaften, wie sie beim Abbau von Torf verwendet wurden, aber auch alte Werkzeuge und sonstiges Gerät. Bei dem ausgestellten Torfkahn handelt es sich um ein Halbhuntschiff (Fassungsvermögen 6 m³), wie es zum Transport von Torf nach Bremen früher verwendet wurde. Im Jahre 2002 wurde dafür Unterstand gebaut.

Der dorfeigene Backofen wird an jedem letzten Samstag im Monat angeheizt. Im Dorfmuseum werden zudem in unregelmäßigen Abständen Kunstausstellungen präsentiert.[weitere Informationen - externer Link]

 
Kuhstedtermoor - Dorfmittelpunkt mit Dorfmuseum, Backofen, Torfkahn mit Unterstand und Spielplatz.

Anfang der 90er Jahre war die Gemeinde Gnarrenburg eine der ersten Gemeinden in der Region, die Wohnmobilplätze einrichtete. Hier können Wohnmobilisten kostenlos ihr Frischwasser auffüllen, ihr Abwasser entsorgen und ihre Fahrzeuge abstellen und Urlaub machen. Neben dem Platz wurde von der Ortschaft Gnarrenburg ein Grillplatz gebaut, der der ganzen Bevölkerung der Einheitsgemeinde zur Verfügung steht; natürlich auch den Wohnmobilisten. Eine der bundesweit bekannten touristischen Veranstaltungen ist im Zusammenhang mit den Wohnmobilisten das Wohnmobiltreffen zum Jahreswechsel, das der Verein Touristik Gnarrenburg e.V. durchführt.



Wohnmobilplatz mit Blick auf den Grillplatz

Die Glasmacherkunst hat schon eine lange Tradition in der Gemeinde Gnarrenburg. Bereits Mitte des 18. Jh. wurde in Fahrendorf Glas hergestellt. Im 19. Jh. wurde in Gnarrenburg die Lamprechthütte aufgebaut, die zu internationalem Ruhm durch die patentierte Erfindung des Tropfenglases gelangte. Eine weitere Hütte entstand in Karlshöfen, deren Nachfolger „Brilliantleuchten“ noch heute existiert, aber seit einigen Jahren nur nach Leuchten vertreibt.


 
Glasmuseum Gnarrenburg / Lamprechts Flaschen (Tropfenzähler)


Diese lange Tradition wird in einem Museum dokumentiert, das sein neues Domizil (früher in Augustendorf) im alten Bahnhof in Gnarrenburg gefunden hat. Hier werden Exponate gezeigt, wie Gerätschaften, die zeigen wie Glas früher hergestellt wurde, Produkte aus mehr als 150 Jahren Glasproduktion in Gnarrenburg und Dokumente aus den verschiedenen Glashütten. (weiterführende Informationen)

Eine für die ganze Region bedeutende Freizeitanlage ist das Schwimmbad, das zwischen Mitte Mai und Mitte September geöffnet ist. Neben dem Schwimmbad befindet sich der privat geführte Campingplatz mit einem angeschlossenen Wohnmobilheimplatz.


Am Rande der Ortschaft Karlshöfen liegt der Flugplatz Karlshöfen. Der Platz verfügt über eine befestigte 700 m lange Rollbahn, auf der bis zu zweimotorige Sportmaschinen landen können. Es besteht die Möglichkeit beim Aeroclub Weser/Elbe mit Sitz in Karlshöfen Rundflüge, Geschäftsflüge und Urlaubsflüge zu den Nordseeinseln zu buchen.



Flugplatz Karlshöfen

In Dahldorf, einem Ortsteil von Gnarrenburg, hat der Imkerverein Gnarrenburg in den 90ger Jahren auf einem schön gelegenen Moorgrundstück einen Bienenlehrstand eingerichtet. Dieser Stand ist frei zugänglich. Die Besucher können sich hier anhand von Tafeln über die Bienenzucht und das Leben der Bienen informieren.



Bienenlehrstand


Ein wichtiges Bindeglied zwischen den touristischen Angeboten in der Region stellt der Moorexpress dar. Moorexpress wurde der Zug genannt, der durch das Teufelsmoor fuhr. Ab 1909 entstand die Bahnlinie durch das nasse Land zwischen Elbe und Weser. Erstmals querte mit dem Moorexpress ein landgehendes Verkehrsmittel das Teufelsmoor. Noch heute erschließt der Moorexpress eine weitgehend touristisch unentdeckte Landschaft, mit zahlreichen Zielen für Freizeit und Urlaub, zu denen auch die Gnarrenburger Attraktionen gehören. Der Zug fährt in der Zeit vom 1. Mai bis 3. Oktober fahrplanmäßig an jedem Wochenende und an den Feiertagen zwischen Osterholz, Worpswede, Gnarrenburg, Bremervörde, Fredenbeck und Stade. In der anderen Zeit verkehrt er auf besondere Anforderung und als Sonderfahrt. Die zum Teil historischen und zum Teil neuen Fahrzeuge transportieren in einem gesonderten Fahrradanhänger auch Fahrräder. Buchungen können in Gnarrenburg bei der Touristik und im Reisebüro Böttjer-Niedenführ, Hindenburgstraße 54, Telefon 04763/921212 vorgenommen werden.

 
 


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