Die Urlaubsregion

Die Gemeinde Gnarrenburg, am Nordrand des Teufelsmoores gelegen, bietet mit seinen 12 Ortschaften eine abwechslungsreiche Landschaft. Dort sind zum einen die Moorortschaften mit ihren weiten Grünlandflächen, den Kartoffeläckern, auf denen die berühmte Moor-Sieglinde angebaut wird, den alten Findorffsiedlungen, Birkenbruchwäldern und unberührten Moorflächen, zum anderen die Geestdörfer mit großen Hofstellen, ausgedehnten Waldflächen und den wogenden Korn- und Maisfeldern. Diese Landschaft bietet dem Erholungssuchenden die Möglichkeit, lange Spaziergänge und ausgedehnte Radtouren auf gut ausgebauten und ausgeschilderten Radwegen zu unternehmen, die in das regionale Radwegenetz des Landkreises Rotenburg (Wümme) integriert sind.


Neben Handel und Handwerk entwickelt sich der Fremdenverkehr seit Mitte der 90er Jahre zu einem wichtigen Wirtschaftszweig. Entscheidend für diese Entwicklung sind die naturräumlichen Gegebenheiten und die Bereitschaft der Gemeinde, des Touristik Gnarrenburg e.V. und privater Investoren, traditionelle Kulturgüter zu erhalten, neue Wege in der Bewirtung von Gästen zu beschreiten und Angebote für Tagesgäste zu konzipieren.


Durchzogen wird die Gemeinde von Nord nach Süd vom ca. 16 km langen Oste-Hamme-Kanal. Der Kanal wurde unter der Leitung des Moorkommissars Jürgen Christian Findorff in den Jahren 1769 bis 1790 im Zuge der Moorkolonisation geplant und gebaut. Er verbindet die Oste mit der Hamme und dient zum einen der Entwässerung der Moore, zum anderen war er aber in früherer Zeit für die Moorbauern eine wichtige Verkehrsstraße. Auf diesem Kanal fuhren die so genannten Halbhuntschiffe der Moorbauern mit Torf und landwirtschaftlichen Erzeugnissen beladen nach Bremervörde und Bremen. Der erste Abschnitt war 1778 fertig (von der Kreuzkuhle bis Gnarrenburg). Das zweite Teilstück wurde 1790 (Gnarrenburg bis Grenze zu Spreckens) beendet. Damit der Kanal jederzeit Wasser hatte, mussten, wegen der in der Oste und Hamme durch Ebbe und Flut auftretende Wasserstandsschwankungen, Schleusen und Stauklappen eingebaut werden. Heute befahren keine „Halbhunt-Kähne“ mehr den wegen seiner Idylle anziehenden Kanal. Dafür werden ab der Kolbeck (Ende des Kanals bei der Kreuzkuhle) Fahrten mit einem Nachbau in Richtung Hamme angeboten.


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