Glinstedt

Bereits im 13. Jahrhundert wird Glinstedt erwähnt. Der Name leitet sich von dem Wort Glyndesete ab, was wohl Sitz oder Wohnstätte an einem Glind (Pfahlwerk oder Landwehr) bedeutet. Der Ort gehörte damals zu den Besitzungen der Grafen von Hoya. Daher rührt auch die noch heute bestehende Zugehörigkeit des Ortes zum Kirchspiel Rhade.

Vorgeschichtliche Stätten wurden auf dem Falkenberge südlich des Dorfes an der Straße nach Breddorf und auf dem Holzfeld und beim Steinberg gefunden, was auf eine lange Besiedlung schließen lässt.

Nördlich des Dorfes lag früher der Glinstedter See. Einer der größten Wasserflächen der Region, der aber wegen seines sehr guten sandigen Seebodens im vergangenen Jahrhundert "geleert" wurde, um den Grundstoff für die Glasproduktion zu gewinnen. Heute wird in den südöstlich davon gelegenen Flächen immer noch Sand abgebaut.

Zur Ortschaft gehört auch die Siedlung Forstort-Anfang, auf deren Gebiet zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Versuch der Aufforstung durch Kiefern im Moor unternommen wurde, aber wegen der Erfolglosigkeit aufgegeben werden musste.

Glinstedt hatte am 31.12.2016 592 Einwohner; Ortsbürgermeister ist Detlef Kück.


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