Dezentrale Abwasserentsorgung

Vereinzelte Grundstücke und Ortsteile im Gebiet der Gemeinde Gnarrenburg sind nicht mit einem Abwasserkanalsystem erschlossen. Die Gemeinde Gnarrenburg hat die Abwasserbeseitigungspflicht für diese Grundstücke durch Satzung auf die Grundstückseigentümer übertragen.

Grundstücke ohne Abwasserkanalanschluss

Das Abwasser dieser Grundstücke wird in der Regel mittels einer Kleinkläranlage nach DIN 4261 entsorgt; in Einzelfällen aber auch durch Einleitung in eine abflusslose Sammelgrube. Es ist gemäß § 60 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes vorgeschrieben sowohl bei der Errichtung, als auch beim Betrieb der Abwasseranlage die allgemein anerkannten Regeln der Technik einzuhalten.
 
Das in einer Kleinkläranlage behandelte Abwasser wird in fließende Oberflächengewässer oder das Grundwasser eingeleitet. Aus diesem Grund ist die Inbetriebnahme einer Kleinkläranlage an eine wasserbehördliche Erlaubnis gekoppelt. Diese Erlaubnis wird von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Rotenburg (Wümme) erteilt. Sie gestattet den Betrieb der Kleinkläranlage und gibt Ablaufgrenzwerte zu den im Abwasser enthaltenen Schadstoffen vor, welche nicht überschritten werden dürfen.
 
Um den ordnungsgemäßen Betrieb einer Kleinkläranlage zu gewährleisten, sollte durch den Betreiber eine regelmäßige Eigenkotrolle erfolgen. Darüber hinaus muss die Kleinkläranlage gemäß der Vorgabe aus der wasserbehördlichen Erlaubnis bzw. der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung der Kleinkläranlage in regelmäßigen Abständen durch einen Fachkundigen/eine Wartungsfirma im Auftrag des Betreibers gewartet werden. Bei jeder Wartung muss ein Wartungsprotokoll erstellt werden, das sowohl der Unteren Wasserbehörde als auch der Gemeinde Gnarrenburg vorzulegen ist.
 
Der Betrieb einer abflusslosen Sammelgrube bedarf der vorherigen Abstimmung mit der Gemeinde Gnarrenburg und setzt eine Baugenehmigung voraus. Die Grundlagen und Anforderungen an eine abflusslose Sammelgrube resultieren aus der DIN 1986 Teil 100. Vom Betreiber ist in regelmäßigen Abständen durch eine autorisierte Firma eine Dichtheitsprüfung durchführen zu lassen. Das Protokoll der Dichtheitsprüfung muss bei der Unteren Wasserbehörde und der Gemeinde Gnarrenburg vorzuzeigen.
 
Die rechtzeitige und ordnungsgemäße Entsorgung des anfallenden Fäkalschlamms in einer Kleinkläranlage sowie des Abwassers in einer abflusslosen Sammelgrube wird von der Gemeinde Gnarrenburg veranlasst. Die Entschlammung bzw. Entleerung erfolgt nach Bedarf, jedoch mindestens einmal in einem Zeitraum von 5 Jahren. Die Fäkalschlammentsorgung aus einer Kleinkläranlage ist erforderlich, da bei der Abwasserreinigung Reststoffe in der Anlage zurückgehalten und gesammelt werden. Durch eine zu hohe Schlammmenge werden die Reinigungsleistungen und die Lebensdauer einer Anlage negativ beeinflusst.
 


Ansprechpartner/Sachbearbeiter

Landkreis Rotenburg (Wümme)
Nebenstelle Bremervörde
Amt für Wasserwirtschaft und Straßenbau
- Untere Wasserbehörde -
Amtsallee 7
27432 Bremervörde
Tel.: 04761 / 983-4753
Internet: http://www.kreis-row.de


Sachbearbeiterin Manuela Schlüter
Gemeinde Gnarrenburg
Geschäftsbereich 2
Fachdienst Bau – Zimmer  EG5
Bahnhofstraße 1
27442 Gnarrenburg

Tel.: 04763 / 88-29

Fax: 04763 / 88-44

E-Mail: manuela.schlueter@gnarrenburg.de


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